Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde Lütjenburg

 
 
   
     
   
     
     
     
 

Gemeindebriefe

Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lütjenburg im September 2021

Das Kreuz

Die Künstlerin, Frau Renate Becker, aus Eutin möchte der Kirchenge-meinde Lütjenburg gerne ein von ihr gestaltetes Kreuz stiften. Der Kirchengemeinderat hat Gefallen gefunden an dem Kunstwerk. Das Holz des Kreuzes hat Frau Becker am Strand in Schönberg gefunden und dieser Fund hat die Künstlerin inspiriert. Das Holz von Sonne, Wind und Wasser gebleicht, erzählt seine Geschichte und wird in der Hand der Künstlerin zu neuem Leben erweckt. Zusammen mit dem Tonbalken, in Raku-Technik gebrannt, wird das Holz mit seinen rostigen Nägeln und Blessuren zum Kreuz, zum Sinnbild des Gekreuzigten selbst, der die Schuld der Welt trägt.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie das Kreuz auf dem Altar in der St. Jürgenkirche wirkt, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, es für eine Probezeit aufzustellen. Auch die Hohwachter Bürger*innen und alle Gottesdienstbesucher*innen sind aufgefordert, sich ihre Meinung zu bilden. Gerne nehmen wir Ihre Rückmeldungen in schriftlicher Form in unserer Gottesdienstbox, die in der Kirche steht, entgegen. Das Kreuz steht im Christentum für das unbegreifliche Sterben des Gottessohnes Jesus Christus und gleichzeitig auch für die Überwindung des Todes durch seine Auferweckung.
Im 4. Jahrhundert gewann die Darstellung von Jesus Christus am Kreuz an Bedeutung und im 6. Jahrhundert entstanden die ersten historischen Kreuzigungsbilder. Meistens stellen sie einen triumphierenden und gekrönten Christus dar. Bei späteren Darstellungen in der Gotik rücken das Leiden und die Menschlichkeit in den Vordergrund. Und in der Reformationszeit werden nicht selten die Reformatoren selbst mit ins Bild der Kreuzigung gebracht. Die Moderne nun setzt sich mit der klassischen Formensprache des Kreuzes auseinander. Das Kreuz ist das stärkste Symbol des christlichen Glaubens.
Die Materialien Holz und Ton, die Frau Becker verwendet, erzeugen Harmonie und Spannung zugleich und eine Kraft, die man begreifen kann. Wir sind aufgefordert Licht- und Schattenseiten wahrzunehmen und mit seiner archaischen, reduzierten Form werden wir auf das Wesentliche zurückgeführt.
Schon der Apostel Paulus war sich darüber im klaren, dass die Verkündigung des am Kreuz gestorben Jesus Christus nicht leicht verständlich ist. Im ersten Korintherbrief schreibt er, dass dies „für Juden ein empörendes Ärgernis und für Heiden eine Torheit“ sei. Für die Christen selber aber, war es „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“ (1. Kor 1, 18-25). In seiner Wehrlosigkeit, Schwäche und bedingungslosen Liebe zeige sich Gottes wahre Stärke, was den Menschen in ihrem Machtstreben als Torheit erscheine.
Für mich selbst symbolisiert das Kreuz mit seinem Querbalken auch immer die Trennung von Gott und Mensch, doch der senkrechte Balken symbolisiert ebenso die wiederhergestellte Verbindung zwischen Gott und Mensch. Diese Verbindung von Horizontale und Vertikale kennzeichnet auch die Beziehung des Menschen zu Gott auf der senkrechten Achse und zu seinen Mitmenschen auf der waagerechten Achse. Ein Kreuz hat für mich „ausgebreitete Arme“, es lädt mich in eine Umarmung ein, gibt mir Halt und lässt mir doch Freiheit.
Ähnlich, wie es die vierte Strophe aus dem Lied „Möge die Straße“ von Markus Pytlik ausdrückt: „Bis wir uns 'mal wiedersehen, hoffe ich,
dass Gott dich nicht verlässt; er halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest.“

Wir freuen uns auf Ihre Eindrücke und Rückmeldungen,
Pastorin Kathrin Schleupner

Räucherfisch!
Die etwas andere evangelische Jugendarbeit!

Die Resonanz der zahlreichen ‚Genießer‘ des Fisches war bisher eindeutig: „Euer Fisch ist besonders lecker! Wann gibt es Neuen?“
An vier Mittwochvormittagen und am Tag des Flohmarktes „Rund um die Kirche“ räucherten und verkauften unsere Jugendlichen Lachsforellen in Klein und Größer! Noch im qualmenden Ofen hängend bildeten sich Warteschlangen, um noch einen oder mehrere Fische zu ergattern. Ein schöner Erfolg, der jedoch viel, viel Zeit und Arbeit von allen Beteiligten in Anspruch nimmt.

Checkliste am Vorabend: Industrie-kühlboxen, Wathosen, Regenjacken, Schleppnetze, Messer, Einfriertüten, Verpflegung, Impfbescheinigungen oder Coronatest und einen vollgetankten Jugendbus! Wecker-stellen um 4.30 Uhr, denn um 8.30 Uhr ist in Esbjerg Hochwasser und zweieinhalb Fahrstunden liegen vor uns! Um 6.00 Uhr am nächsten Morgen steigen Max (18), Marlon (18) und Jason (14) verschlafen in den Bus! Los geht’s nach Dänemark! Dänische Freunde warten schon an ihren Privatgewässern, um uns beim Abfischen zu helfen.
Gute zwei Stunden, und einige Regengüsse später können wir die Wathosen ausziehen, denn ca. 150 Kilo Lachsforellen sind aussortiert und können nun artgerecht geschlachtet werden.
Marlon schneidet, Max nimmt aus, Jason wäscht und tütet den Fisch ein. Leichter gesagt als getan, denn alle Handgriffe sind wieder neu und ungeübt. Schnell wird klar, es wird eine nasse, schmutzige und langwierige Arbeit. Doch gemeinsam bewältigen wir diese!
Am Vortag des Verkaufes werden die Fische zum dritten Mal gewaschen, dann gesalzen und gewürzt, um am nächsten Morgen in den geheizten Räucherofen zu kommen! Alles Arbeiten, die jetzt andere Jugendliche der Gruppe übernehmen.
Der Erlös des Verkaufes kommt dem Kinderheim „Stern der Hoffnung“ in Rumänien zugute. Wie schon auf den Kirchentagen in Leipzig und Hamburg, und auch der Eröff-nungsfeier der Nordkirche in Ratzeburg präsentieren unsere Jugendlichen voller Stolz diese Arbeit für Kinder in Not.
Auch dort war die Resonanz überwältigend.
Eine etwas andere evangelische Jugendarbeit, die alle begeistert!
Gemeinsam gehen wir neue Wege um Menschen für uns und unsere Arbeit zu interessieren und zu gewinnen. 
Daher rufen wir alle Jugendlichen ab 13 Jahren auf - dabei zu sein:
Mittwochs von 16.00 bis 18.00 Uhr im Gemeindehaus. Ihr seid herzlich willkommen!

Howard Bleck, Diakon

3. OKTOBERDEUTSCHLAND SINGT

„Freiheit,  Einheit, Hoffnung – Die musikalische Danke-Demo“

Am 3. Oktober um 19:00 Uhr laden wir – der Bläserchor unserer Gemeinde und ich, Kantorin Monika Leder-Bals – zu einem „Offenen Singen“ in die Michaeliskirche Lütjenburg ein. Zur selben Zeit werden viele Menschen überall im Land gemeinsam mit uns die gleichen Lieder singen und musizieren, um ihre Dankbarkeit für Freiheit, Einheit und Frieden kundzutun. Initiiert wurde diese Aktion von dem Verein
„Danken.Feiern.Beten e.V.“

Die Musik soll dabei die Kraft sein, die uns zusammenbringt und eint. Denn nur miteinander und füreinander lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit meistern. Und so singen wir mit Zuversicht: „We Shall Overcome“ – „Black and White Together“. Egal, woher wir kommen:
Die Zukunft gestalten wir gemeinsam!

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Wolfgang Schäuble schreibt in seinem Grußwort: „Die Einschränkungen der Pandemie haben viele hart getroffen – für das Vereins- und Kulturleben unseres Landes gilt das in besonderem Maße. Umso wertvoller sind Gelegenheiten, aus der heilenden Kraft von Musik und Gesang gemeinsam Kraft und Hoffnung zu schöpfen. In der Demokratie wie in der Musik gilt es immer wieder von Neuem, Vielfalt in Harmonie zusammen-zuführen. Das erfordert die Bereitschaft, innere Grenzen zu überwinden, Trennendes hinter sich zu lassen, sich für Verbindendes zu öffnen. [...] Weltoffen, vielfältig, und vielstimmig – mit Liedern aus verschiedenen Ländern, Zeiten und Kulturen.“
Also: Folgen Sie unserer Einladung und kommen Sie mit Ihrer Familie und Freunden in die Michaeliskirche … Eine bunte Mischung aus bekannten Liedern, Popsongs und Gospels erwartet Sie!
Malte Voß (Saxophon), Volker Truberg (Klavier) und Simon Bals (Schlagzeug) werden als Solisten dabei sein.    – MACHEN AUCH SIE MIT!
Selbstverständlich werden alle aktuell gültigen Corona-Regeln beachtet … Hoffen wir das Beste!

Haben Sie noch Fragen? Dann schreiben Sie mir einfach unter: kantorin.leder-bals@gmx.de.

Wir laden Sie herzlich ein...

– zur Gemeindeversammlung am Mittwoch, 29. September 2021 um 19:00 Uhr. Im letzten Jahr erschien es ratsam, die Gemeindeversammlung aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen zu lassen. In diesem Jahr wollen wir es aber wieder versuchen. Daher laden wir zum oben genannten Termin ein, diesmal in die Sankt-Michaelis-Kirche, wo wir besser Abstand halten können.
Folgende Themen sollen auf der Versammlung angesprochen werden: die Stiftung eines neuen Altarkreuzes für die St. Jürgen-Kirche in Hohwacht und die Planungen zur Aufstellung dieses Kreuzes, eine Information zum Stand der Spenden für die Orgelsanierung, Information über den Fortgang der Arbeit für das Kinderheim in Rumänien, ein Rückblick auf das Gemeindeleben unter Corona-Bedingungen und ein Ausblick auf die möglichen zukünftigen Ver-anstaltungen.
Da die Gemeindeversammlung im Innenraum stattfindet, ist nach gegenwärtigem Stand der Corona-Regeln für die Teilnahme eine vollständige Impfung, eine Genesung von Corona oder ein aktuelles negatives Testergebnis erforderlich. In der Kirche ist auf dem Platz das Abstandsgebot einzuhalten. Bei Bewegung im Raum ist die Maske zu tragen.

– zu den Gottesdiensten am Erntedank-Sonntag (3. Oktober). Wir feiern die Gottesdienste um 9:30 Uhr in Lütjenburg und um 11:00 Uhr in Hohwacht. In Panker wird der Erntedankgottesdienst um 10:00 Uhr wahrscheinlich im Freien, im Friedwald gefeiert. Die aktuelle Entscheidung entnehmen Sie bitte der Presse und den örtlichen Angaben.

Im Blick auf den Adventsbasar und die Gottesdienste zum Ewigkeitssonntag können wir noch keine verlässlichen Informationen geben, in welcher Form sie stattfinden werden. Wir hoffen, wieder zur Normalität vor der Corona-Pandemie zurückkehren zu können. Das ist unser Wunsch! Aber das Wichtigste in dieser Zeit bleibt die Geduld.

Beerdigungen:
Martha Ripke geb. Maneke (95 J.), Hermannsburg
Klaus Bünz (88 J.), Lütjenburg
Sigrid Rönfeldt geb. Larsson (76 J.), Panker
Gerda Helms geb. Manske (89 J.) Hohwacht
Gisela Astani geb. Reh (74 J.), Lütjenburg
Ingrid Möller geb. Horn (82 J.), Behrensdorf
Frank Amuser (73 J.), Lütjenburg
Waltraud Schlevogt geb. Opitz (93 J.), Lütjenburg
Frauke Horn geb. Möller (59 J.), Behrensdorf
Heinz Maas (90 J.), Vogelsdorf
Horst Laurenat (87 J.), Lütjenburg
Inge Wessel geb. Schröder (91 J.), Hohwacht
Herbert Riemer (78 J.) Lütjenburg
Jürgen Wauter (79 J.), Lütjenburg
Hildburg Burkhardt geb. Mörchen (82 J.) Behrensdorf
Gabriele Walter geb. Schuschies (69 J.), Lütjenburg früher Hohwacht
Otto Herbst (88 J.), Lütjenburg

Trauungen:
Benjamin Pelger u. Lara Pelger geb. Mereddig, Essen
Philipp Anders u. Sophie Anders geb. Franzen, Dannau

Taufen:
Lieke Leonie Steffien, Hohwacht
John-Luca Müller, Lütjenburg
Märtha Meyer, Vogelsdorf
Aaron Jasper Kalisch, Lütjenburg
Emily Eleanor Rönfeldt, Darry
Ebby Klein, Kühren
Jolina Kardel, Hohwacht
Lasse Kruse, Hohwacht
Greta Kruse, Hohwacht
Celina Svensson, Lütjenburg
Kjell Mertens, Lütjenburg
Thea Borger, Kiel
Kevin Petersen, Vogelsdorf
Avin Franke, Lütjenburg
Stig Franke, Lütjenburg
Fee Franke, Lütjenburg
Lio Timm, Lütjenburg
Luna von der Osten, Klamp

Andacht zur diamantenen Hochzeit:
Günter u. Margret Freyher, Lütjenburg


Verantwortlich für diesen Gemeindebrief:
Volker Harms, Pastor
Peter Krohn, Mitglied des Kirchengemeinderates
Der Gemeindebrief erscheint 4x jährlich.

 
 
 
 
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