» Mitarbeiter

Der Friedhof beschäftigt zur Zeit acht Mitarbeiter:

1 Friedhofsverwalter

1 Verwaltungsangestellte

3 fest eingestellte Friedhofsfacharbeiter

2 Auszubildende im Ausbildungsberuf “Friedhofsgärtner”, bzw. “Werker im Gartenbau”

Die Mitarbeiter im Außendienst:

von links: Heiner Bahr, Andreas Nienstedt, Julius Winter, Andreas Wohlgemuth

Die Mitarbeiter in der Friedhofsverwaltung:

Hildburg Röhling – Verwaltungsangestellte

Michael Langholz – Friedhofsverwalter

Angesichts einer sehr umfangreichen Grabpflege, der laufenden Pflege und Unterhaltung der Friedhofsflächen sowie der Regiepflege von Anlagen der Kirchengemeinde Lütjenburg ist dieser Personalbestand auch erforderlich, wenn der bisherige Pflegezustand erhalten bleiben soll.
Seit dem 1. April 1983 ist der Friedhof als Ausbildungsbetrieb für die Ausbildungsberufe “Gartenwerker” und “Friedhofsgärtner” von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein anerkannt worden und hat mit viel Erfolg den Auszubildenden zu guten Prüfungsergebnissen und Abschlüssen verhelfen können.
Bemerkenswert ist, daß seit der Weihe des Friedhofs im Jahre 1841 bis zum heutigen Tage nur sieben Friedhofsleiter auf dem Lütjenburger Friedhof tätig waren.

Seit dem 1. Oktober 2000 ist die Lütjenburger Friedhofsverwaltung auch für die Verwaltung des Blekendorfer Friedhofs zuständig, und seit dem 1. Juni 2001 wird ebenfalls der Friedhof Kirchnüchel von der Friedhofsverwaltung Lütjenburg mit verwaltet.

Wie wird der Lütjenburger Friedhof finanziert bzw. wie können die anfallenden Löhne und Gehälter für das Friedhofspersonal gezahlt werden? Zum ersten sind es die Gebühren aus den anfallenden jährlichen Beerdigungen und Beisetzungen (also die Einkünfte aus dem hoheitlichen Bereich), wobei die Gebühren nach einer geforderten Gebührenkalkulation für den Lütjenburger Friedhof errechnet werden.

Allerdings hat sich im Laufe der letzten 10-15 Jahre die Art der Bestattungen auch auf dem Lütjenburger Friedhof sehr stark verändert. Vor dem Hintergrund rückläufiger Sterbezahlen, einem immer größer werdenden Feuerbestattungsanteil und veränderten Bestattungsformen (wie zum Beispiel Urnenreihengräbern) läßt sich ein zurückgehender Friedhofsflächenbedarf feststellen.

Zur Zeit liegt der Anteil von Urnenbestattungen auf dem Lütjenburger Friedhof bei ca. 55% der jährlichen Beerdigungen. Es wurden nach einer Planung der Friedhofsverwaltung Urnengrabfelder eingerichtet. Denn diese kommen den Wünschen vieler Menschen entgegen und sollen gegenüber dem anonymen Grabfeld aufgewertet werden, um den Angehörigen einen besseren Bezug zum Grab der Verstorbenen zu ermöglichen und ihnen die Bewältigung der Trauer zu erleichtern.

Um den Jahreshaushalt ausgleichen zu können, fließen weitere Einkünfte aus dem gewerblichen Bereich in den Haushalt des Friedhofs ein. Diese Einnahmen kommen aus der sehr umfangreichen Grabpflege und der Dauergrabpflege, den sogenannten Grablegaten.

Die Grabpflege beläuft sich nunmehr auf 2.500 Grabpflegeeinheiten. Dabei werden jährlich etwa 52.000 Frühjahrs- und Sommerblumen von den Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung gepflanzt, die Gräber das Jahr über betreut, und für die Wintereindeckung mit Tannengrün werden jährlich etwa 100 Zentner Schnittgrün verarbeitet. Zusätzlich zum Winterschmuck werden von den Mitarbeitern der Friedhofsverwaltung 800 Naturgrabgestecke gefertigt. Außerdem stehen zahlreiche Grabbepflanzungen und Grabumgestaltungen mit Koniferen und Stauden oder aber auch Grabstellen für Raseneinsaat auf den Auftragszetteln der Friedhofsmitarbeiter. Somit hat sich der Friedhof – hier der gewerbliche Teil – zu einem starken, leistungsfähigen Wirtschaftsbetrieb entwickelt.

Trotz der zahlreichen baulichen Veränderungen, Maschinen-Anschaffungen und Umgestaltungen der Friedhofsflächen konnte der Friedhofshaushalt stets ausgeglichen werden, wobei keine Kirchensteuergelder in den Friedhofshaushalt geflossen sind.

Im Jahr 2006 wurde der Lütjenburger Friedhof mit dem Sonderpreis “Friedhof – Grüne Oase in der Stadt” des “Bundes deutscher Friedhofsgärtner” ausgezeichnet. Besonders gewürdigt wurde der ausgezeichnete Pflegezustand, die gute Grabgestaltung und die vorbildliche Ausbildung zum Ausbildungsberuf “Friedhofsgärtner”.

Die Friedhofsverwaltung lädt Sie herzlich ein zu einem Rundgang auf unserem Lütjenburger Friedhof, denn der Friedhof ist Bestandteil der öffentlichen Grünflächen innerhalb der Stadt und gilt als ein Ort der Ruhe, Stille und Einkehr. Er ist ein Ort des Friedens.